AbiBall

Der Abiball. Lang ersehntes Ziel und die Erlösung für uns von der Schule. Am 08.07. 2006 sollte nun der Tag der Entscheidung kommen. Nein, doch nicht so dramatisch. Abiball, das war doch eine lockere Angelegenheit, oder? Ohne viel drum rum, aber dennoch schön!

Unser Abigeschenk - die Ahnengalerie

Trotzdem wurde wie bei allen Dingen jeden Mittwoch 15.00 Uhr in der Aula munter drauf los organisiert. Zwar standen Abschlusskonzert, letzter Schultag und die Abi-Zeitung im Mittelpunkt, aber ein Plätzchen war da noch frei. Die 11er wurden über die von Ihnen zu leistende Gastronomie informiert, die Band wurde angagiert und über Tischschmuck, Eintrittspreise, Kartenvorverkauf, usw. wurde debattiert. Es sollte kein Programm vorgetragen werden. Dieser Abend sollte für uns sein, an dem wir ohne Beigeschmack mit unseren Familien feiern dürfen. Kulturell hatten wir uns ja beim Abschlusskonzert von der Schule verabschiedet. Im Vorfeld wurde außerdem noch unserer Abi-Geschenk gestaltet. Eine Ahnengalerie sollte es werden, mit den Gruppenbildern der letzten Abiturjahrgänge des Gagyms. Unsere rechte Hand, der HM alias André Ebert, hatte die Bilderrahmen organisiert und wir konnten diese in der Aula im Verbindungsgang zum Haus 1 anbringen. Und wenn Sie nicht abgefallen sind, hängen sie da noch heute. Erst zum Abiball sollten die Hüllen dieser Wand fallen und das Geschenk damit übergeben werden.

Nun war es auch bald soweit, die Sitzprobe am Vortag stand an. Der Puls stieg. Mit einer "Hau-Ruck-Aktion" wurde vorher die Aula noch herausgeputzt und sinnlos dahin vegetierende Gegenstände, wie ein neues Klettergerüst für die Außenanlage, entfernt. Zwar wurde uns seitens der Lehrerschaft versprochen, dass dies längst erledigt sein sollte, aber wir mussten mal wieder selbst zupacken und putzen. Nicht zuletzt, waren unsere Tutoren leider etwas desinteressiert und unsere Sek.-2-Mutti, Frau Hille, konnte uns wegen Krankheit nicht unterstützen. Und dann war doch noch alles sauber, die Tische waren gestellt und eingedeckt und die 11er waren bereit, hatten Gläser geputzt, Getränke herangeschafft und die Bars aufgebaut.

Das Buffet optisch wie auch kulinarisch ein Leckerbissen

Samstagnachmittag gegen 13.00 Uhr trudelten die ersten Abiturienten ein. Die Band hatte am Vormittag alles aufgebaut und die 11er begannen mit der Chorprobe. Die Anspannung und Vorfreude war jedem anzumerken. Aber warum eigentlich? Die Zensuren waren doch schon 2 Wochen früher bekannt gegeben wurden! Es war unsere letzte Veranstaltung in der Schule und der Abschluss eines 12-jährigen Lebensabschnittes. Wir wollten es einfach nur genießen, alles sollte glatt laufen mit dem Essen, mit der Band und mit der Zeugnisübergabe. Wir wollten uns an diesem Abend vor allem nicht blamieren. Als nun endlich die Vorbereitungen abgeschlossen waren, füllte sich die Aula allmählich mit Menschen.

Als die Musik ertönte, liefen wir in die Aula, schön im Takt und in Zweierreihe, um dann unsere Plätze einzunehmen. Herr Hegewald, unser Schulleiter, trat auf die Bühne und versuchte uns und unseren Eltern in einer halbstündigen Rede, die Bedeutung des Abiturs und dieses Tages zu verdeutlichen. Im Anschluss sprach Liane Jacobi, stellvertretend für alle Goldenen12er. In einer sehr abwechslungsreichen und blitzsauber gestalten Abschlussrede dankte sie den Lehrern, Schulangestellten und Eltern. Es folgte nun die Zeugnisübergabe. Untermalt von edlen Klavierklängen, live gespielt am Flügel von Schülern der Schule, begann nun die von Herrn Olaf Lies moderierte Zeugnisübergabe. Er hatte in unserem Jahrgang einen Geschichts-Leistungskurs unterrichtet und sprang als Moderator für die ausgefallene Frau Hille ein. In Gruppen wurden die Schüler nun aufgerufen. Nach fleißigem Händeschütteln mit unserem jeweiligen Tutor und unserem Direktor war es dann soweit: "Wir haben's, eh Leute, wir haben's, …". Das Abiturzeugnis war in unseren Händen. Nachdem Eric Nietzold nach einer kurzen Ansprache, das beschriebene Abschlussgeschenk übergeben hatte, war der offizielle Teil gelaufen. Die Feier konnte starten! Die kleine Pause, durch den Umbau der Sitzreihen und die Probleme mit der richtigen Platznummervergabe für die einzelnen Tische, nutzen viele Familien, um in der Außenanlage, zwischen Baustelle und fertig saniertem Schulgelände, ein Erinnerungsfoto zu schießen. Währenddessen baute der Cateringservice fleißig das Buffet auf und als dies vollendet war, musste es auch gleich freigegeben werden, denn dem Anblick der großen Vielfalt an Leckereien, konnte sich keiner entziehen. Wie im Schlaraffenland, hingen die Würstchen von den glänzenden Kerzenständern und wir alle waren überglücklich, dass das Buffet so gelungen war und alles so fabelhaft schmeckte. Auch den damaligen 11ern, sei an dieser Stelle noch einmal Danke gesagt, für einen Getränkeservice durch Kellner und Bar, der reibungslos und unauffällig funktionierte.

Die Abendbeschäftigung schlecht hin: Abizeitungen signieren!

Als alle gesättigt waren, begannen wir noch die T-Shirts, mit nun vollständigen Aufdruck, und die Abi-Zeitungen auszuteilen. Letzteres war auch ein Highlight des Abends: "Wie ist sie wohl gelungen. Schreibst du mir bitte etwas zum Andenken hinein". Mit der Beantwortung dieser Fragen, beschäftigten wir uns fast den ganzen Abend. Zur Ablenkung kosteten wir ein Paar Cocktails von der Bar, Quasselten und Rockten ab zu den Klängen der Oldierocker der "DachbodenCombo" aus Glashütte. Letztere machten wirklich eine Phänomenale Show, die zwar nur bedingt an einen "Ball" erinnerte, aber schon viel mehr an eine Show für partyhungrige Abiturienten. Wir feierten ungehemmt und freuten uns schon insgeheim auf die am Montag startende Abi-Fahrt nach Pierborovo.

Wenn ich jetzt sagen soll wann dieser Abend zu Ende war, müsste ich Lügen. wahrscheinlich weiß ich es nicht mehr, weil dieser Abend so gelungen war.